Am Freitagvormittag, eine Woche vor Ostern, starteten wir unsere Fahrt in die Toskana.

Die Fahrt ging zügig voran bis Südtirol. Da auf der Autobahn ein Stau von etwa 8 km angekündigt wurde, beschlossen wir, auf die Landstraße auszuweichen. Doch wir kamen nicht weit. In Klausen stoppten wir an einem Zebrastreifen, um eine Frau, die ein Fahrrad schob, über die Straße zu lassen, als ein Kleinlaster hinter uns nicht mehr vollständig bremsen konnte und auf unser Auto auffuhr.

Zum Glück passierte uns nichts, aber unser Auto hatte eine eingedellte Rückseite und der Kofferraum ließ sich nicht mehr öffnen. Die gerufene Polizei nahm den Unfallhergang auf, befragte alle Beteiligten und fotografierte die beiden Fahrzeuge.  Da der Schaden an unserem Auto die Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigte, konnten wir nach ca. 1 1/2 Stunden unsere Fahrt  fortsetzen. Wir hatten noch ein gutes Stück zu fahren.

Da ich dieses Mal endlich Florenz sehen wollte, hatten wir 1 Nacht in einem kleinen Hotel in der Nähe von Caldenzano, etwa 20 Kilometer nördlich von Florenz, gebucht.

Nach weiteren 2 Staus, mit insgesamt 15 km Staustrecke, kamen wir endlich kurz vor 23 Uhr an unserer Unterkunft an. Grade noch mal geschafft! Wir konnten nur bis 23 Uhr einchecken. Müde und hungrig erledigten wir unsere Anmeldung. Zu unserem Hotel gehörte ein Restaurant und da eine Feier statt fand, hatte es noch geöffnet und wir konnten auch noch unseren Hunger stillen.

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Nach einem guten Frühstück brachen wir auf Richtung Florenz. Auf gut Glück fuhren wir immer weiter ins Stadtzentrum und fanden ganz in der Nähe der Kathedrale Santa Maria del Fiore ein kleines Parkhaus.

Hier gab es ganz in der Nähe einen großen Straßenmarkt mit Lederwaren, Krawatten, Kleidung, Keramika, … .

Nach ein paar Metern hatte mein Mann den Duft von fritierten Meeresfrüchten in der Nase. Er kam aus einer großen Markthalle.

Hier gab es allerlei Stände mit Obst und Gemüse, Schinken, Salami, Käse, Fleisch und natürlich auch Fisch. Man konnte hier vor Ort frisch fritierte Meeresfrüchte essen. Wir konnten nicht widerstehen und bestellten uns eine Portion. Ganz frisch fritiert waren sie unglaublich lecker! Dazu gab es zum Trinken Wasser oder Weißwein im Becher für je 1 Euro.

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Gestärk durch das gute Essent setzten wir unsere Erkundung der Altstadt fort. Wir schlenderten durch malerische Straßen zur Piazza del Duomo, um die Kathedrahle Santa Maria del Fiore zu bewundern. Majestätisch überragte ihre Kuppel die Gebäude der Altstadt.

Den Gedanken an eine Führung durch die Kathedrale ließen wir bald wieder fallen, da die Reihe zum Anstellen viel zu lang war. Vorbei am Campanile de Giotto führte unser Weg zur berühmten, aus dem Mittelalter stammende, Brücke über den Arno, der Ponte Vecchio.

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An diesem Samstag, eine Woche vor Ostern, war die ganze Altstadt bevölkert mit Hunderten Touristen. Da wir an diesem Tag aber noch an die Küste wollten, beschränkten wir uns darauf, die schönen Gebäude und Plätze auf uns wirken zu lassen und sie zu fotografieren.

Nach einer etwa 3-stündigen Wanderung, mit neuen Eindrücken und vielen Bildern im Gepäck, marschierten wir zurück zum Parkhaus, um zu unserem eigentlichen Ziel zu fahren.

Ich war froh, dass wir den Stopp in Florenz eingelegt hatten, um die Altstadt zu erkunden. Florenz hat seinen mittelalterlichen Charme bis heute erhalten können; die Häuser und Gassen hatten für mich einen besonderen Reiz. Natürlich ist auch alles auf Tourismus ausgelegt (bei so einer alten Stadt!) und so zahlt man schon mal 10 Euro für ein Eis!

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Nach 2-stündiger Fahrt erreichten wir Castiglione della Piscaia an der Toskana-Küste. Kurz vor der Stadtgrenze lag unser Campingplatz „Maremma Sans Soucci“. Hier hatten wir ein Mobilhome gemietet. Die nächsten 7 Tage würden wir hier verbringen!

Von den Ausflügen in die Umgebung, von Castglione della Piscaia mit seiner schönen Altstadt und unserem kurzen Abstecher in das Naturschutzgebiet der Maremma erzähle ich Euch im nächsten Beitrag!

Tschüss, bis bald!

Helga

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